Informationen zum familienpolitischen Abend am 22. September 2016 ab 17:30 Uhr
 

„Familien im gesellschaftlichen Wandel -
 auf dem Weg zur gleichberechtigten Elternschaft von Anfang an -
 Lösungsansätze im europäischen Kontext für Familien in Deutschland“
 

in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin

 

Immer mehr Eltern wollen eine Partnerschaft auf Augenhöhe führen und Erwerbs- und Familienarbeit vereinbaren, stehen bei diesem Vorhaben jedoch oftmals vor gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Hindernissen.

So anspruchsvoll eine gleichberechtigte Partnerschaft für zusammenlebende Eltern ist, so schwer umsetzbar ist sie für getrennt lebende Eltern. Der Familienstand „gemeinsam erziehend“ im Sinne einer gleichberechtigten und gleich verantwortlichen Elternschaft nach Trennung bzw. Scheidung ist im deutschen Familienrecht nicht vorgesehen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat am 2. Oktober 2015 mit der einstimmig angenommenen Entschließung 2079 seine 47 Mitgliedstaaten aufgefordert, bestehende Hindernisse einer gleichberechtigten Elternschaft nach einer Trennung zu beseitigen und familiengerichtliche Verfahren deeskalierend und zum Wohle der Kinder zu gestalten.

Die gemeinnützigen Vereine Väteraufbruch für Kinder e.V. (VAfK) und Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) setzen sich – aus unterschiedlichen, aber komplementären Blickwinkeln – für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Gleichstellung von Müttern und Vätern von Anfang an und in der gesamten Lebensverlaufsperspektive ein.

Wir laden Sie herzlich ein, am 22. September 2016 an unserem zweiten gemeinsamen familienpolitischen Abend teilzunehmen. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr mit einem Imbiss mit baden-württembergischen Spezialitäten. Im Anschluss an die darauf folgenden Vorträge wird es die Gelegenheit geben, im Rahmen einer Podiumsdiskussion Fragen an die Referent/inn/en und die veranstaltenden Vereine sowie weitere Gesprächspartner aus Wirtschaft und Politik zu richten.

Wir freuen uns ganz besonders, dass wir als Hauptrednerin des Abends Frau Françoise Hetto-Gaasch, Abgeordnete im Europarat und Initiatorin der Entschließung 2079 (2015), gewinnen konnten. Sie wird uns einen Blick aus europäischer Sicht auf die Gleichberechtigung von Müttern und Vätern in modernen Familien vermitteln.

Hinsichtlich der Auswirkungen einer elterlichen Trennung auf das Leben der Kinder wird
Prof. Dr. rer. nat. Peter Beyerlein, Bereich Bioinformatik an der TH Wildau, einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge der Epigenetik geben. Der bisher unbestimmte Begriff des „Kindeswohls“ erhält unter diesem Gesichtspunkt eine völlig neue Bedeutung.

Wir bitten um Ihre baldmögliche Anmeldung mit beiliegendem Fax-Formular oder an
anmeldung@moderne-familienformen.de.

Weitere Informationen und das detaillierte Programm gehen Ihnen rechtzeitig vor der Veranstaltung zu. Sie können sich auch unter www.moderne-familienformen.de über den aktuellen Stand informieren.

Wir freuen uns auf einen informativen und anregenden Abend mit Ihnen, an dem wir auch mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 Lösungsansätze im europäischen Kontext für Familien in Deutschland diskutieren wollen.